Angebote zu "Arbeitsmarkt-Akteure" (13 Treffer)

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Spaß am Widerstand
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"Der Spaß am Widerstand, die Verweigerung schulischer Leistungsanforderungen ratifiziert eine Erkenntnis: dass die beste Bildung nichts nützt, wenn der Arbeitsmarkt stockt. Im Eskapismus und den kleinen Rebellionen im Klassenzimmer, im Protest und der Subversion, die Paul Willis in der Gesamtschule beobachtet hat, bereiten sich seine Akteure auf die Übernahme untergeordneter Berufsrollen vor. Diese verläuft nicht blind, sondern als Antizipation und insoweit auch als echtes Lernen (Learning to Labour). Sie resultiert nicht nur aus dem Spaß am Scheiß, dem Versuch, hier und jetzt so viel wie möglich vom Leben zu haben bei Blindheit für das Morgen (oder auch Hellsicht: Was kann denn noch kommen?). In diesem Spaß werden nicht nur Lernprozesse zurückgewiesen, sondern auch gemacht. Das Lernen bezieht sich auf Formen von Männlichkeit und Körperlichkeit, auf das Organisieren von Dingen und Gelegenheiten. Die Verhaltsweisen der Rebellion, Verweigerung und Unterlaufung sind kollektive Praktiken der Bedeutungs- und Sinngebung und Positionierung gegenüber dem Arbeitsleben. Die antizi pierte Berufstätigkeit ist mit einer bestimmten Vorstellung von Ehre und Stolz verknüpft. Dieser Zusammenhang unterscheidet sie von Verweigerungspraktiken unter den Bedingungen von Arbeitslosigkeit und prekärer Beschäftigung. Obwohl sich die heutigen Bildungsverweigerer in den Haupt- und Sonderschulen genauso zu verhalten scheinen wie die englischen lads der 70er Jahre, steht hinter ihnen nicht mehr die psychische Stütze einer arbeiterlichen Stammkultur (Bude 2008). Dieselben Verhaltensweisen bekommen heute einen anderen Sinn. Sie sind nicht mehr nur eine Weise des Selbstausschlusses von Möglichkeiten individuellen Aufstiegs, sondern eine Weise des Selbstausschlusses von jeder Integration in Gesellschaft über eine existenzsichernde, Zukunftsplanung ermöglichende Arbeitstätigkeit (vgl. Castel 2008). Gültig sind die Beschreibungen von Paul Willis vor allem in ihrer Subjektorientierung, Resultat eines gesellschaftstheoretischen Ansatzes von Cultural Studies, der Individuen nicht als passive Träger von Strukturen begreift, sondern als Akteure, die auf die Anforderungen gesellschaftlicher Individualitätsformen eine aktive und kreative Antwort geben." (aus: Selber Schuld? Die neuen Unterschichten in der Soziologie von Hans Otto Rößer in: Neue Rheinische Zeitung, Online-Flyer 5.11.2010)

Anbieter: buecher
Stand: 09.08.2020
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Spaß am Widerstand
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"Der Spaß am Widerstand, die Verweigerung schulischer Leistungsanforderungen ratifiziert eine Erkenntnis: dass die beste Bildung nichts nützt, wenn der Arbeitsmarkt stockt. Im Eskapismus und den kleinen Rebellionen im Klassenzimmer, im Protest und der Subversion, die Paul Willis in der Gesamtschule beobachtet hat, bereiten sich seine Akteure auf die Übernahme untergeordneter Berufsrollen vor. Diese verläuft nicht blind, sondern als Antizipation und insoweit auch als echtes Lernen (Learning to Labour). Sie resultiert nicht nur aus dem Spaß am Scheiß, dem Versuch, hier und jetzt so viel wie möglich vom Leben zu haben bei Blindheit für das Morgen (oder auch Hellsicht: Was kann denn noch kommen?). In diesem Spaß werden nicht nur Lernprozesse zurückgewiesen, sondern auch gemacht. Das Lernen bezieht sich auf Formen von Männlichkeit und Körperlichkeit, auf das Organisieren von Dingen und Gelegenheiten. Die Verhaltsweisen der Rebellion, Verweigerung und Unterlaufung sind kollektive Praktiken der Bedeutungs- und Sinngebung und Positionierung gegenüber dem Arbeitsleben. Die antizi pierte Berufstätigkeit ist mit einer bestimmten Vorstellung von Ehre und Stolz verknüpft. Dieser Zusammenhang unterscheidet sie von Verweigerungspraktiken unter den Bedingungen von Arbeitslosigkeit und prekärer Beschäftigung. Obwohl sich die heutigen Bildungsverweigerer in den Haupt- und Sonderschulen genauso zu verhalten scheinen wie die englischen lads der 70er Jahre, steht hinter ihnen nicht mehr die psychische Stütze einer arbeiterlichen Stammkultur (Bude 2008). Dieselben Verhaltensweisen bekommen heute einen anderen Sinn. Sie sind nicht mehr nur eine Weise des Selbstausschlusses von Möglichkeiten individuellen Aufstiegs, sondern eine Weise des Selbstausschlusses von jeder Integration in Gesellschaft über eine existenzsichernde, Zukunftsplanung ermöglichende Arbeitstätigkeit (vgl. Castel 2008). Gültig sind die Beschreibungen von Paul Willis vor allem in ihrer Subjektorientierung, Resultat eines gesellschaftstheoretischen Ansatzes von Cultural Studies, der Individuen nicht als passive Träger von Strukturen begreift, sondern als Akteure, die auf die Anforderungen gesellschaftlicher Individualitätsformen eine aktive und kreative Antwort geben." (aus: Selber Schuld? Die neuen Unterschichten in der Soziologie von Hans Otto Rößer in: Neue Rheinische Zeitung, Online-Flyer 5.11.2010)

Anbieter: buecher
Stand: 09.08.2020
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Bildungsentscheidungen im Rahmen der Rational C...
21,99 € *
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Forschungsarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: 1,0, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Sprache: Deutsch, Abstract: In der heutigen Informations- und Wissensgesellschaft nimmt Bildung einen zentralen Stellenwert ein. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit eines Landes und bestimmt die Entwicklungs- und Handlungschancen des Einzelnen im Privat- und vor allem im Berufsleben (vgl. Bell 1975, Allmendinger/Ebner/Nikolai 2009:47ff). Sowohl für Männer als auch für Frauen sind hohe Bildungsqualifikationen heute Voraussetzung für prestigereiche Berufe, ohne Bildung dagegen bleibt einem auf dem Arbeitsmarkt der Zugang zu Stellungen von hohem Status weitestgehend verwehrt. Wiewichtig eine gute Schulbildung ist, zeigt sich schon daran, dass Hochqualifizierte inzwischen immer öfter Niedrigqualifizierte aus ihren Berufen und Berufsfeldern verdrängen, da die Hochqualifizierten keine Anstellungen auf ihrem Qualifikationsniveau mehr finden und dann bereit sind, auch geringer qualifizierte Jobs anzunehmen (vgl. Müller/Shavit 1998). Das heißt, je geringerer die Bildung, desto geringer fallen die individuellen Berufschancen aus.Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, dass jeder Bürger über die gleichen Bildungschancen verfügt und niemand benachteiligt oder gar vom Bildungssystem ausgeschlossen wird. Doch spätestens nach dem schlechten Abschneiden Deutschlands bei den PISA-Studien 2000 und 2003 stellte sich dies als Illusion heraus. Faktisch ist derKompetenzerwerb noch immer stark von der sozialen und kulturellen Herkunft abhängig (vgl.Artelt et. al. 2001, Prenzel et. al. 2005). Doch wie kommt es zu diesen Disparitäten im Bildungssystem? Um dies zu erklären, muss man sich auf die Entscheidungsprozesse der beteiligten Akteure konzentrieren und diese genauer untersuchen. Von besonderer Signifikanz für den weiteren Bildungsverlauf erweist sich hier der Übergang von der Grundschule zur Sekundarstufe I, da der erste Bildungsabschluss meist der Wahl der weiterführenden Schulenach der Elementarstufe entspricht (vgl. Harazd 2007: 1). Welche Kriterien stehen für die Eltern bei der Schulwegentscheidung ihres Kindes im Vordergrund? Wie treffen sie ihre Entscheidung und nach welcher Strategie gehen sie dabei vor?

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Diskriminierung im Arbeitsmarkt
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Inhaltlich unveränderte Neuauflage. Die Erklärung ,,askriptiver" Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt, wie die nach Geschlecht oder ethnischer Zugehörigkeit, ist ein ebenso klassisches wie aktuelles Forschungsfeld. Dabei wird immer wieder vermutet, dass Diskriminierung eine der Ursachen ist. Der Autor gibt einführend einen Überblick über die möglichen Ursachen von Arbeitsmarktungleichheiten. Darauf aufbauend werden die verschiedenen Ansätze zu Diskriminierung aus Ökonomie, Soziologie und Sozialpsychologie systematisch dargestellt. Die verschiedenen Mechanismen werden dann in eine generelle Handlungstheorie, der Frame-Selektionstheorie, eingeordnet. Grundidee ist dabei, dass ,,Diskriminierungen" auf ,,mentalen Modellen" beruhen, die Informationen vereinfachen und dass Akteure bei starker Verankerung dieser Modelle, nur unter speziellen Bedingungen dazu zu bringen sind, wieder davon abzuweichen. Beurteiler von Bewerbungen können nach ,,Fairness- und Leistungsgesichtspunkten" vorgehen oder sich weitgehend auf ihre ,,Menschenkenntnis" verlassen. Der empirische Teil konzentriert sich auf die Konstruktion und Validierung von Messinstrumenten für diese beiden mentalen Modelle.

Anbieter: Dodax
Stand: 09.08.2020
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Spaß am Widerstand
27,90 CHF *
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»Der Spass am Widerstand, die Verweigerung schulischer Leistungsanforderungen ratifiziert eine Erkenntnis: dass die beste Bildung nichts nützt, wenn der Arbeitsmarkt stockt. Im Eskapismus und den kleinen Rebellionen im Klassenzimmer, im Protest und der Subversion, die Paul Willis in der Gesamtschule beobachtet hat, bereiten sich seine Akteure auf die Übernahme untergeordneter Berufsrollen vor. Diese verläuft nicht blind, sondern als Antizipation und insoweit auch als echtes Lernen (Learning to Labour). Sie resultiert nicht nur aus dem Spass am Scheiss, dem Versuch, hier und jetzt so viel wie möglich vom Leben zu haben – bei Blindheit für das Morgen (oder auch Hellsicht: Was kann denn noch kommen?). In diesem Spass werden nicht nur Lernprozesse zurückgewiesen, sondern auch gemacht. Das Lernen bezieht sich auf Formen von Männlichkeit und Körperlichkeit, auf das ›Organisieren‹ von Dingen und Gelegenheiten. Die Verhaltsweisen der Rebellion, Verweigerung und Unterlaufung sind kollektive Praktiken der Bedeutungs- und Sinngebung und Positionierung gegenüber dem Arbeitsleben. Die antizi pierte Berufstätigkeit ist mit einer bestimmten Vorstellung von Ehre und Stolz verknüpft. Dieser Zusammenhang unterscheidet sie von Verweigerungspraktiken unter den Bedingungen von Arbeitslosigkeit und prekärer Beschäftigung. Obwohl sich die heutigen Bildungsverweigerer in den Haupt- und Sonderschulen genauso zu verhalten scheinen wie die englischen lads der 70er Jahre, steht hinter ihnen ›nicht mehr die psychische Stütze einer arbeiterlichen Stammkultur‹ (Bude 2008). Dieselben Verhaltensweisen bekommen heute einen anderen Sinn. Sie sind nicht mehr ›nur‹ eine Weise des Selbstausschlusses von Möglichkeiten individuellen Aufstiegs, sondern eine Weise des Selbstausschlusses von jeder Integration in Gesellschaft über eine existenzsichernde, Zukunftsplanung ermöglichende Arbeitstätigkeit (vgl. Castel 2008). Gültig sind die Beschreibungen von Paul Willis vor allem in ihrer Subjektorientierung, Resultat eines gesellschaftstheoretischen Ansatzes von Cultural Studies, der Individuen nicht als passive Träger von Strukturen begreift, sondern als Akteure, die auf die Anforderungen gesellschaftlicher Individualitätsformen eine aktive und kreative Antwort geben.« (aus: Selber Schuld? Die neuen Unterschichten in der Soziologie von Hans Otto Rösser in: Neue Rheinische Zeitung, Online-Flyer 5.11.2010)

Anbieter: Orell Fuessli CH
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Der Arbeitsmarkt im Shareholder-Kapitalismus un...
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation, Note: 2,3, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Soziologie), 33 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit dem Ende des Fordismus unterliegt der Arbeitsmarkt, d.h. dessen Akteure und Institutionen, andauernder struktureller Veränderungen. Ein neues einheitliches Produktionsparadigma hat sich nicht etabliert, vielmehr besitzt die Entwicklung einen prozesshaft-dynamischen Charakter mit vielen, auch widersprüchlichen Trends (etwa vergleichbar mit dem physikalischen Zustand der Entropie), was eine ungeheure Komplexität nach sich zieht. Für die Gewerkschaften bedeutet das, dass tradierte arbeitspolitische Massnahmen und Beziehungen partiell entwertet wurden. Das Auffinden einer relevanten Antwort, als wichtigster kollektiver Vertreter der Arbeiterschaft und sozialpolitischer Einflussfaktor auf die neuen Anforderungen, ist ihnen bis dato nicht gelungen. Das belegt auch die Zahl von 3,94 Mio. Erwerbslosen im Juli 2005 , welche zwar einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit signalisiert, aber noch längst nicht die viel beschworene Trendwende am Arbeitsmarkt. Ökonomen sind sich einig, dass die hohen Arbeitskosten und die Steuerlast den Wirtschaftsstandort Deutschland unattraktiv werden lassen. Qualifizierte Fachkräfte und ein hohes Bildungsniveau rechtfertigen die hohen Löhne nicht mehr, ganz besonders weil diese Vorraussetzungen mittlerweile auch in anderen, billigeren Staaten erbracht werden. Die Folgen sind hinlänglich bekannt, Verlagerung von Produktionsstandorten ins Ausland, steigender Kostendruck auf die sozialen Sicherungssysteme und letztendlich Rückbau des Sozialstaates. Vor diesem Hintergrund wirken gewisse Forderungen der Gewerkschaften, beispielsweise die nach höheren Löhnen, irgendwie realitätsfern. Die weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage Deutschlands sorgt für steigende Kritik am System deutscher Interessenvertretung. Manch Befürworter des liberalisierten Marktes denkt gar offen über deren Abschaffung nach. Dass Gewerkschaften aber nicht nur 'Arbeitplatzvernichter', wenn überhaupt, sind, soll im Folgenden dargelegt werden. Ihre Relevanz als kollektive Interessenvertretung der Arbeitnehmer bleibt für die Zukunft bestehen. Ein struktureller Neuaufbau und eine arbeitspolitische Neuorientierung werden hierfür vonnöten sein.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 09.08.2020
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Der Arbeitsmarkt im Shareholder-Kapitalismus un...
5,40 CHF *
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation, Note: 2,3, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Soziologie), 33 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit dem Ende des Fordismus unterliegt der Arbeitsmarkt, d.h. dessen Akteure und Institutionen, andauernder struktureller Veränderungen. Ein neues einheitliches Produktionsparadigma hat sich nicht etabliert, vielmehr besitzt die Entwicklung einen prozesshaft-dynamischen Charakter mit vielen, auch widersprüchlichen Trends (etwa vergleichbar mit dem physikalischen Zustand der Entropie), was eine ungeheure Komplexität nach sich zieht. Für die Gewerkschaften bedeutet das, dass tradierte arbeitspolitische Massnahmen und Beziehungen partiell entwertet wurden. Das Auffinden einer relevanten Antwort, als wichtigster kollektiver Vertreter der Arbeiterschaft und sozialpolitischer Einflussfaktor auf die neuen Anforderungen, ist ihnen bis dato nicht gelungen. Das belegt auch die Zahl von 3,94 Mio. Erwerbslosen im Juli 2005 , welche zwar einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit signalisiert, aber noch längst nicht die viel beschworene Trendwende am Arbeitsmarkt. Ökonomen sind sich einig, dass die hohen Arbeitskosten und die Steuerlast den Wirtschaftsstandort Deutschland unattraktiv werden lassen. Qualifizierte Fachkräfte und ein hohes Bildungsniveau rechtfertigen die hohen Löhne nicht mehr, ganz besonders weil diese Vorraussetzungen mittlerweile auch in anderen, billigeren Staaten erbracht werden. Die Folgen sind hinlänglich bekannt, Verlagerung von Produktionsstandorten ins Ausland, steigender Kostendruck auf die sozialen Sicherungssysteme und letztendlich Rückbau des Sozialstaates. Vor diesem Hintergrund wirken gewisse Forderungen der Gewerkschaften, beispielsweise die nach höheren Löhnen, irgendwie realitätsfern. Die weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage Deutschlands sorgt für steigende Kritik am System deutscher Interessenvertretung. Manch Befürworter des liberalisierten Marktes denkt gar offen über deren Abschaffung nach. Dass Gewerkschaften aber nicht nur 'Arbeitplatzvernichter', wenn überhaupt, sind, soll im Folgenden dargelegt werden. Ihre Relevanz als kollektive Interessenvertretung der Arbeitnehmer bleibt für die Zukunft bestehen. Ein struktureller Neuaufbau und eine arbeitspolitische Neuorientierung werden hierfür vonnöten sein.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 09.08.2020
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Bildungsentscheidungen im Rahmen der Rational C...
15,90 CHF *
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Forschungsarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: 1,0, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Sprache: Deutsch, Abstract: In der heutigen Informations- und Wissensgesellschaft nimmt Bildung einen zentralen Stellenwert ein. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit eines Landes und bestimmt die Entwicklungs- und Handlungschancen des Einzelnen im Privat- und vor allem im Berufsleben (vgl. Bell 1975; Allmendinger/Ebner/Nikolai 2009:47ff). Sowohl für Männer als auch für Frauen sind hohe Bildungsqualifikationen heute Voraussetzung für prestigereiche Berufe, ohne Bildung dagegen bleibt einem auf dem Arbeitsmarkt der Zugang zu Stellungen von hohem Status weitestgehend verwehrt. Wie wichtig eine gute Schulbildung ist, zeigt sich schon daran, dass Hochqualifizierte inzwischen immer öfter Niedrigqualifizierte aus ihren Berufen und Berufsfeldern verdrängen, da die Hochqualifizierten keine Anstellungen auf ihrem Qualifikationsniveau mehr finden und dann bereit sind, auch geringer qualifizierte Jobs anzunehmen (vgl. Müller/Shavit 1998). Das heisst, je geringerer die Bildung, desto geringer fallen die individuellen Berufschancen aus. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, dass jeder Bürger über die gleichen Bildungschancen verfügt und niemand benachteiligt oder gar vom Bildungssystem ausgeschlossen wird. Doch spätestens nach dem schlechten Abschneiden Deutschlands bei den PISA-Studien 2000 und 2003 stellte sich dies als Illusion heraus. Faktisch ist der Kompetenzerwerb noch immer stark von der sozialen und kulturellen Herkunft abhängig (vgl.Artelt et. al. 2001; Prenzel et. al. 2005). Doch wie kommt es zu diesen Disparitäten im Bildungssystem? Um dies zu erklären, muss man sich auf die Entscheidungsprozesse der beteiligten Akteure konzentrieren und diese genauer untersuchen. Von besonderer Signifikanz für den weiteren Bildungsverlauf erweist sich hier der Übergang von der Grundschule zur Sekundarstufe I, da der erste Bildungsabschluss meist der Wahl der weiterführenden Schule nach der Elementarstufe entspricht (vgl. Harazd 2007: 1). Welche Kriterien stehen für die Eltern bei der Schulwegentscheidung ihres Kindes im Vordergrund? Wie treffen sie ihre Entscheidung und nach welcher Strategie gehen sie dabei vor?

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 09.08.2020
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Spaß am Widerstand
18,40 € *
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»Der Spaß am Widerstand, die Verweigerung schulischer Leistungsanforderungen ratifiziert eine Erkenntnis: dass die beste Bildung nichts nützt, wenn der Arbeitsmarkt stockt. Im Eskapismus und den kleinen Rebellionen im Klassenzimmer, im Protest und der Subversion, die Paul Willis in der Gesamtschule beobachtet hat, bereiten sich seine Akteure auf die Übernahme untergeordneter Berufsrollen vor. Diese verläuft nicht blind, sondern als Antizipation und insoweit auch als echtes Lernen (Learning to Labour). Sie resultiert nicht nur aus dem Spaß am Scheiß, dem Versuch, hier und jetzt so viel wie möglich vom Leben zu haben – bei Blindheit für das Morgen (oder auch Hellsicht: Was kann denn noch kommen?). In diesem Spaß werden nicht nur Lernprozesse zurückgewiesen, sondern auch gemacht. Das Lernen bezieht sich auf Formen von Männlichkeit und Körperlichkeit, auf das ›Organisieren‹ von Dingen und Gelegenheiten. Die Verhaltsweisen der Rebellion, Verweigerung und Unterlaufung sind kollektive Praktiken der Bedeutungs- und Sinngebung und Positionierung gegenüber dem Arbeitsleben. Die antizi pierte Berufstätigkeit ist mit einer bestimmten Vorstellung von Ehre und Stolz verknüpft. Dieser Zusammenhang unterscheidet sie von Verweigerungspraktiken unter den Bedingungen von Arbeitslosigkeit und prekärer Beschäftigung. Obwohl sich die heutigen Bildungsverweigerer in den Haupt- und Sonderschulen genauso zu verhalten scheinen wie die englischen lads der 70er Jahre, steht hinter ihnen ›nicht mehr die psychische Stütze einer arbeiterlichen Stammkultur‹ (Bude 2008). Dieselben Verhaltensweisen bekommen heute einen anderen Sinn. Sie sind nicht mehr ›nur‹ eine Weise des Selbstausschlusses von Möglichkeiten individuellen Aufstiegs, sondern eine Weise des Selbstausschlusses von jeder Integration in Gesellschaft über eine existenzsichernde, Zukunftsplanung ermöglichende Arbeitstätigkeit (vgl. Castel 2008). Gültig sind die Beschreibungen von Paul Willis vor allem in ihrer Subjektorientierung, Resultat eines gesellschaftstheoretischen Ansatzes von Cultural Studies, der Individuen nicht als passive Träger von Strukturen begreift, sondern als Akteure, die auf die Anforderungen gesellschaftlicher Individualitätsformen eine aktive und kreative Antwort geben.« (aus: Selber Schuld? Die neuen Unterschichten in der Soziologie von Hans Otto Rößer in: Neue Rheinische Zeitung, Online-Flyer 5.11.2010)

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